Daniele Benati

Daniele Benati wurde 1953 in Reggio Emilia (Italien) geboren.
Benati hat an verschiedenen Universitäten in den USA und Irland doziert und lehrt zur Zeit an der Universität in Budapest. Er hat James Joyce, Flann O'Brien und Ring Lardner ins Italienische übersetzt und gemeinsam mit Gianni Celati die ANtologie "Geschichten einsamer Amerikaner" (Rizzoli 2006) editiert und übersetzt.

Eigene literarische Veröffentlichungen:
Silenzio in Emilia (Erzählungen, Feltrinelli 1997), Cani dell'inferno (Feltrinelli 2004 - in der dt Übersetzung: "Amerika gibt es nicht"), Opere complete di Learco Pignagnoli (Aliberti 2006); Un altro che non ero io (Aliberti 2007) und "Baltica 9" (Laterza 2008; gemeinsam mit Paolo Nori). Für "Silenzio in Emilia" erhielt er 1997 den Premio Loria.
Benati beteiligte sich an einem Projekt namens „Viva voce“, einer Veranstaltungsreihe mit öffentlichen Lesungen und Diskussionen, die seit 1995 im Rahmen einer Zusammenarbeit der Fondazione San Carlo di Modena und dem Emilia Romagna Teatro stattfand. Das Projekt mündete schließlich in der Veröffentlichung des Almanacco delle Prose ‚Il semplice’.

Ein wiederkehrendes Motiv seines literarischen Schaffens ist vor allem die Darstellung der Alltagswelt als seltsam und sonderbar, wie man sie auch in Cani dell’inferno finden kann. Die Parallelwelt, die der Leser durch die Perspektive der Hauptfigur erahnt, ist nicht das Ausland, sondern vielmehr die eigene Innenwelt. Komik und mündlicher Erzählduktus, sowie die zahlreichen Annäherungen an Dante sind weiter typische Merkmale der Werke von Daniele Benati.

Vor der Veröffentlichung von Cani dell’inferno, in der Übersetzung von Marianne Schneider unter dem Titel Amerika gibt es nicht,  ist von Benati in Deutschland eine Erzählung in der 1997 vom Wagenbach-Verlag herausgegebenen Anthologie Italia fantastica! erschienen.